Ein Besuch in Claude Monets Giverny

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Zunächst muß ich mich bei Euch entschuldigen, daß ich Euch erst dieses Wochenende in die ländlich-idyllische Normandie entführen kann! Letztes Wochenende, für das dieser Ausflug eigentlich angekündigt war, hatte ich lieben Besuch von einer Freundin und weniger angenehmen von fiesen Rückenbeschwerden. Beides hielt mich vom PC fern. Und außerdem ist dieses Wochenende das Wetter ja deutlich frühlingshafter!

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Die Gegend ist reich an bezaubernden Landschlössern wie etwa Château de Canon, das inmitten eines ausgedehnten Parks im Stil des 18. Jahrhunderts liegt.

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Alleen mit uraltem Baumbestand führen zu klassischen Tempeln…

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… oder werden flankiert von Galerien mit antiken Büsten.

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Eine sehenswerte Rarität von Château de Canon sind seine ‚Chartreuses‘, eine Serie von dreizehn vollständig von hohen Mauern umgebenen und von mit Steinbögen überdachten Durchgängen untereinander verbundenen Gartenräumen. Ursprünglich als Obstgärten angelegt, sind diese dreizehn ummauerten Gärten mit ihrem geschützten Mikroklima inzwischen üppig mit blühenden Sträuchern, Stauden, Sommerblumen und Zwiebelgewächsen bepflanzt. Darunter sind viele alte Bauerngartenblumen wie Stockrosen, Rittersporn und Lilien und an den sonnenwarmen Mauern gedeiht ein dekoratives Geflecht von Kletterrosen, Feigen und sogar Passionsblumen.

Am Endpunkt des zentralen Weges, der gleichzeitig die Hauptblickachse bildet, thront anmutig Pomona, die Göttin der Früchte und Gärten.

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Sollte es Euch einmal in die schöne Normandie verschlagen, so kann ich Euch nicht nur einen Besuch von Château de Canon wärmstens empfehlen. Ebenso auch eine Visite im nicht weit entfernten obigen Château de Vendeuvre mit seiner heiteren Rokoko-Leichtigkeit.Vielleicht ergibt sich auch die Gelegenheit, hier im Blog einmal einen längeren Ausflug dorthin zu machen…

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Ein Besuch bei Claude Monet in Giverny

Heute aber führt uns nun unser Weg ins idyllische Dorf Giverny, das etwa 35 Kilometer nordwestlich von Paris liegt.Hier lebte und malte der große französische Impressionist Claude Monet 43 Jahre lang. Und schuf neben seinem malerischen Werk ein Gesamtkunstwerk aus einem fantasievoll und sehr persönlich gestalteten Landhaus und einem überaus farbenprächtigen Landhausgarten, gekrönt von einem Familienleben voller typisch französischer Landlust und Lebenskunst.

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Kaum ein Maler wird wohl so mit Heim und Wirkungsstätte identifiziert wie Monet mit dem Ensemble von typisch französischem Landhaus, benachbartem Atelier und prachtvollem Landhausgarten im Dörfchen Giverny. Die umliegende idyllische Landschaft und vor allem der von Monet mit Leidenschaft selbst angelegte und gehegte Garten inspirierten ihn zu zahllosen seiner großartigsten Werke, ja der Garten selbst ist ein bedeutendes Werk, komponiert nach den gleichen Prinzipien wie Monets Bilder und durchdrungen von Monets tiefem Gefühl für die Wirkungen von Licht und Farbe.

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Der ‚Clos Normand‘ – Monets Blumengarten

Eigentlich handelt es sich bei Monets Garten um zwei ganz verschiedene Gärten:Rund um das Wohnhaus der Familie liegt ein mit verschwenderischer Fülle bepflanzter bunter Blumengarten, der eine große Lebensfreude und Fröhlichkeit ausstrahlt. Man kann sich gut vorstellen, wie die Familie mit ihren häufigen Gästen auf der dem Haus vorgelagerten, etwas erhöhten, hölzernen Veranda saß und den Blick auf diese farbenfrohe Idylle genoß.

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Dieser Garten hat einen einfachen Grundriß mit einer geraden, breiten Mittelachse und wird von einem regelmäßigen Netz rechwinkliger Wege unterteilt. Der Garten liegt vollständig in der Sonne  und ist auch heute, genau wie zu Monets Zeiten, dicht bepflanzt mit unzähligen farbenfrohen Blumen, die die geraden Linien und Winkel überspielen und den überwältigenden Eindruck von Fülle und Farbenrausch vermitteln.

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Jede Jahreszeit bringt einen neuen bunten Korb von Blüten hervor wie z.B. Tulpen, Vergißmeinnicht, Goldlack, Schwertlilien, Mohn, Pfingstrosen, Rittersporn, Lupinen, Phlox, Duftwicken…

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… Dahlien, Sonnenblumen, Herbstastern und Japanische Anemonen.

Die Kompositionsprinzipien bei der Auswahl der Pflanzen für die üppigen Blumenrabatten waren für Monet die gleichen wie bei seinen Bildern: Vorrang hatten die Farben, die nach den Prinzipien von Harmonie und Kontrast zusammengestellt wurden. Deshalb bieten die langen Beete eine schier unerschöpfliche Fülle von Blütenkombinationen sowohl in virtuosen Ton-in-Ton Abstufungen wie in kühnen, kraftvollen Farbgegensätzen.

Nicht nur Monet selbst streifte täglich mehrmals durch seinen geliebten Garten, auch in seinem Familienleben spielte er eine Hauptrolle: Die große Familie nahm bei schönem Wetter gemeinsame Mahlzeiten im Garten ein, die häufigen Gäste wurden dort bewirtet und geradezu geheiligte Zeremonien waren der Nachmittagstee, für den Tisch und Korbstühle vor Monets Atelier-Salon aufgestellt wurden und der Apéritif, der am frühen Abend stets auf der hölzernen Veranda eingenommen wurde.

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Monets Wassergarten

Ein weitläufiger, japanisch inspirierter  Wassergarten mit ’natürlich‘ fließenden Formen und der von Monets Gemälden her berühmten , mit Glyzinien bewachsenen Brücke vollzieht einen totalen Wechsel von Stil und Stimmung.

Diesen Wassergarten bepflanzte Monet mit verwunschen wirkenden Trauerweiden, hochragenden Pappeln, Azaleen und Rhododendren, mit Bambus und üppigen Strauchrosen. Die geschwungenen Uferböschungen sind dicht bewachsen von Bambus, japanischen Strauchpäonien und Farnen, von Iris, Pestwurz und Fingerhut. Den Teich selbst versah Monet mit allen erdenklichen Sorten weißer, gelber, roter, mauve-und rosafarbener Seerosen, die er stundenlang von einer Bank am Ufer betrachten konnte und die ihn immer wieder zu Bildern inspirierten, zuletzt zu seinem Projekt der ‚Grandes Décorations des Nymphéas‘, das er noch kurz vor seinem Tod 1926 vollendete, heute zu bewundern in der Orangerie der Pariser Tuilerien-Gärten.

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Das Landhaus der Familie Monet
Sehr inspirierend finde ich persönlich auch die Besichtigung der Innenräume von Monets Haus. Auch diese gestaltete der Maler Monet persönlich und mit seinem untrüglichen Sinn für die Wirkung unterschiedlicher Farben im Zusammenspiel mit dem Lichteinfall. Farbgebung und Möblierung sind original und geben ein lebhaftes Bild vom genußvollen und behaglichen Landleben der Familie Monet.

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Hier zum Beispiel das sonnendurchflutete Speisezimmer…

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… oder die gemütliche Landhausküche. Beide Abbildungen stammen aus meinem hier folgenden Buchtipp:

Monets Haus, Ein Besuch in Giverny, Heide Michels, 144 Seiten, 110 farbige und 14schwarz-weiße Fotos, sowie 25 Abb. von Gemälden und Drucken

Das zauberhafte Buch erweckt das Landleben der Familie Monet durch anschauliche Schilderungen, unterstützt von historischen Schwarzweißfotos, zum Leben. Die Autorin führt mit zahlreichen stimmungsvollen Farbfotos durch den Garten und die ebenfallls von Monet gestalteten einzelnen Räume des Hauses und zeigt, daß dieses unkonventionelle, “impressionistische Gesamtkunstwerk” auch uns eine Fülle von Anregungen für sinnlich-entspannte ländliche Lebensart zu bieten hat:

Leider ist das Buch derzeit im regulären Buchhandel wohl vergriffen. Im Internet sind aber immer wieder gebrauchte Exemplare zu ergattern.

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Das Musée des Impressionismes Giverny

Unter den Künstlern, die Monets wachsender Ruhm schon zu seinen Lebzeiten nach Giverny zog, waren etliche amerikanische Maler, die sich zeitweise dort niederließen, um im Bannkreis des Meisters in der neuen impressionistischen Sehweise die weiche, wechselnde Lichtfülle der Normandie, die kleinen Flüsse, die Uferlandschaften mit ihren Pappeln und Wasserschwertlilien und die Weizenfelder in der Ferne  zu malen.

Einer dieser jungen Amerikaner, um die sich Monet seiner jungen Stieftöchter wegen anfangs große Sorgen machte, wurde dann schließlich sein Schwiegersohn: Theodore Butler.

Leider verlassen die meisten Besucher nach Besichtigung des weltberühmten Anwesens am Ortsrand  Giverny zügig. Folgt man stattdessen mit Muße der rue Claude Monet, so wird man nicht nur mit Ansichten des malerischen Ortes, der seinen altmodischen Charme bewahrt hat, belohnt, sondern gelangt zum Musée des Impressionismes.

Bis zum Beginn der Museumsferien im Juni könnten wir uns dort derzeit eine Ausstellung über „Impressionismus und die Amerikaner“ mit Werken von Mary Cassats, John Singer Sargent, Whistler, Monet, Edgar Degas und anderen impressionistischen Malern ansehen.

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Zum Ausruhen gibt es ein schickes Museums-Restaurant und eine Terrasse mit üppig bewachsener Pergola.Lohnenswert ist aber auch ein Blick auf den Garten des Museums. Der um das moderne Gebäude herum angelegte Garten ist eine Hommage an den großen Meister und ein Schmuckstück: Wie das berühmte Vorbild türmen die Rabatten verschwenderisch ganze Wogen von Sommerblumen und blühenden Stauden auf. Das Motiv starker Farbkontraste im Sinne Monets wird dabei  virtuos variiert.Ein Teil des großzügig dimensionierten und perfekt gepflegten Gartens huldigt aber auch dem moderneren Prinzip des monochromen Farbengartens.

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Das idyllische Landleben ‚en plein air‘, wie auf dem Bild von Frederick Carl Frieseke war ein bevorzugtes Motiv auch der amerikanischen Impressionisten.

Damit wären wir am Ende unseres Besuchs in Giverny. Wir könnten ihn im Teesalon des Museums ausklingen lassen und dann im ca 5km entfernten nostalgischen Provinzstädtchen Vernon den Zug nach Paris besteigen.

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Zum Schluß oben noch ein kleiner Vorgeschmack auf unseren nächsten Gartenausflug, zu dem ich Euch herzlich einlade! Er wird uns dann wieder nach England führen. Wie auch den Lesern des Country Charme Bestellmagazins 2014 auf Seite 27 angekündigt, besuchen wir Beth Chatto, die große alte Dame der englischen Gartenkultur, in ihrem traumhaft harmonieerfüllten und wunderschönen Garten in Südostengland.

Doch zunächst genießt das Wochenende mitsamt des uns verheißenen Frühlingswetters! Und laßt Euch am Montag nicht zu doll in den April schicken…

Mit herzlichen Grüßen
Eure Christel

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10 comments

  1. Liebe Christel,

    es ist ja so was von schön dein Bericht zu sehen, muss sagen ich finde es auch super dass du so viel über Monet erzählst hast ich wusste das alles gar nicht, vielen Dank.
    Ich liebe solche Gärten, es gibt nichts Schöneres als von Blumen umgeben zu sein…
    Hab einen schönen Tag
    Liebe Grüße Michaela

  2. Liebe Christel,

    ich habe gerade Deinen Blog entdeckt. Deine Bilder sind echt wunderschön!

  3. Liebe Christel,
    hab dich gerade entdeckt und bin – fansziniert – durch diesen traumhaften Garten spaziert. Will gar nicht mehr weg, weil ich immer noch verzaubert bin. Danke für diesen informativen wie beeindruckenden Spaziergang.
    Einen schönen Ostermontag
    Elisabeth

  4. Hallo Christel, du hast ein neues Foto von dir drin – oder fällt es mir erst jetzt auf?
    In Giverny war ich auch mal – und wahnsinnig fasziniert von den bunten Räumen im Haus. Ich liebe Farben und hab sie auch drinnen.
    Wäre Zeit, mal wieder hinzufahren, oder?

    Sigrun

    • Hallo Sigrun, Du hast Recht, das Foto von mir ist noch nicht so lange drin. Ich wollte halt für die englischen Gärten mal meinen ‚Downton Abbey’Hut aufsetzen. Haha. Und auch damit hast Du Recht: man sollte mal wieder nach Giverny! Und mir geht’s wie Dir: die farbig gestalteten Wohnräume haben mich dort sehr beeindruckt. Nachdem ich die zum ersten Mal gesehen hatte, habe ich die Wohnung meines Ältesten à la Monet gestaltet. Und ich liebe zwar diese weißen Vintage Interieurs, die gerade so en vogue sind, aber bei mir wird`s dann doch immer wieder eher farbig!
      Herzliche Grüße Christel

  5. Liebe Christel,
    ich habe Deinen tollen Bericht über Monets Garten schon mehrfach angeschaut und gelesen und ich kann Dir sagen, ich bin so begeistert. Was für ein wunderschönes Stückchen Land auf dieser Welt. Es ist, als versetze es mich in die wundervollen Gemälde des Meisters. Ja, ich oute mich hier als absolute Monet-Liebhaberin. In meinem Büro hängt ein gerahmter Kunstdruck des Seerosen-Teiches (das Original stand gerade nicht zum Verkauf) und hier zu Hause habe ich ein Ölgemälde (nein auch kein Original) „Klatschmohn in der Gegend von Argenteuil“.
    Wieder ein Klasse-Post Christel.
    Nun hoffe ich, dass Dich der Rücken nicht mehr allzu sehr plagt und Du den eingekehrten Frühling genießen kannst.
    Krauler an Deine drei Pelzdamen und den Pelzherren und Dir
    liebe Grüße,
    Birgit und unzählige Kater

  6. Hallo Christel!
    Großen Dank für Deinen sehr schönen Bericht über Monets Garten. Auch wir waren vor einigen Jahren dort. Es war im Juni – wie ich glaube, die beste Zeit für diesen Garten. Leider war das an einem Pfingsttag und wir standen eine Stunde an, um überhaupt hinein zu kommen. Aber es hat sich gelohnt. Wir waren von der Farbenpracht und der Fülle überwältigt und im Gegensatz dazu dann der Wassergarten mit seiner eher ruhigen Ausstrahlung.
    Ich finde, daß man in Haus und Garten noch einen Hauch der damaligen Zeit spürt.
    Zumindest ging es mir so. Im Anschluß an die Besichtigung haben wir dann ein Picknick in der Natur gemacht – ganz so wie Monet es auch liebte.
    Ich möchte gerne mal wieder hin aber nicht unbedingt an Pfingsten.
    Herzliche Grüße, Rita

    • Oh ja, liebe Rita, da kann ich Dich gut verstehen! Pfingsten muß die Hölle sein, es ist ja schon an jedem normalen Tag sehr, sehr voll! Ich finde es sehr schade, daß man eben gerade die Atmosphäre eines großen, aber eben intim-privaten, ländlichen Familiengartens, so wie die Familie Monet sie erleben durfte, nur noch mit sehr viel Vorstellungskraft spüren kann. Weil man von Busladungen von Touristen abstrahieren muß. Aber das ist wohl das Schicksal bei allen weltberühmten Orten, daß man sie nie für sich alleine und beschaulich erleben kann. Und man trägt ja natürlich auch selbst dazu bei, sie so ‚voll‘ zu machen. – Aber Du hast völlig Recht, man spürt in Haus und Garten dennoch etwas vom Geist vergangener Zeiten und das Auge trinkt die große Schönheit begierig, egal, wie viele Leute herumstehen.
      Schöne Frühlingstage und herzliche Grüße
      Christel

  7. So, du Liebe,
    hier bin ich nun abermals – wie versprochen! :o) Es hat zwar bis zum Abend gedauert – aufgrund des Traumwettertags heute (hierzulande nennt man das „ein Tagerl“ ;o)), doch einen Besuch im Monet’schen Garten mit dir zusammen wollte ich mir auf keinen Fall nehmen lassen. Schon die Châteaus, die wir davor besichtigt haben, und ihre Parks mit Sichtachsenpavillons und Gartenzimmern waren beeindruckend – aber Monsieur Monet hatte eine Mischung von künstlerischem Auge und gestalterischem Geschick, die sich mir (und vielen anderen) offenbar ganz besonders ins Herz schleicht. Wobei es für mich sowieso immer ein außergewöhnliches, umwerfendes Erlebnis ist, durch Gärten und Häuser zu wandeln, die das Zuhause von kunstschaffenden Menschen waren – allein die Vorstellung, wie sie dort gearbeitet, geliebt und gelebt, gefeiert und zuweilen auch künstlerische oder menschliche Qualen gelitten haben … FILME spielen sich in meinem Hirn ab, HÖRSPIELE, ROMANE! Das blaue Haus von Frida Kahlo in Mexico City war so ein Ort, er hat förmlich auf mich eingeflüstert – Fridas Geschichte erzählt … leider auf Spanisch, aber ich mach ja jetzt eh einen Spanischkurs ;o)) (Nein, das war jetzt natürlich ein Scherz, Gespräche, die über die Gefühle laufen, sind schließlich in jeder Sprache zu verstehen!) Und ich glaube, mit Monets Haus und Garten könnte ich ebenfalls so meine Unterhaltungen führen – äußerst angeregte sogar! Traumhaft, diese Bepflanzung und generell die Stimmung am Teich; aus dem Wassergarten müssten mich die Museumsordner am Ende des Tages vermutlich hinaustragen. Aber da hätte ich vorher schon eine Weile damit verbracht, dieses Haus mit seinen schönen Fensterläden in Türkis anzustarren und in mich aufzusaugen – inklusive der Kletterpflanzen und all dem herrlichen Geranke und Geblühe runderherum! Wieder einmal ein Grund, meinen Mann nach Frankreich zu nötigen – es werden IMMER MEHR Gründe… irgendwann kommt er mir nicht mehr aus ;o))
    Weil du mich gefragt hast, was ich arbeite – es wird dich vermutlich erschüttern (und es IST auch erschütternd), denn ich arbeite als Buchhalterin in einem Krankenhaus (aber wenigstens nur Teilzeit). Das entspricht meiner Ausbildung zur Bürokauffrau – seinerzeit eine Notlösung, die an mir haften geblieben ist wie eine giftige Klette. Zunächst fand ich allerdings einen für mich gut geeigneten Job im Bereich der außerschulischen Jugendarbeit und war dort hauptsächlich mit museumspädagogischen Projekten beschäftigt, das gefiel mir; als ich meine Tochter bekam, suchte ich dann einen 20-Stunden-Job und das war diese Buchhaltungssache, die an mir inzwischen ebenfalls klebt. Ich bin davon überzeugt, dass „etwas in Richtung Schreiben“ eher meinen Talenten entspräche (eher als Buchhaltung und auch eher als Nähen ;o)), jedoch hatte bisher kein angeschriebener Verlag Interesse und auch sonst hat mir noch keiner Geld für meine Schreiberei geboten (abgesehen von einem Arzt, für den ich Befundberichte tippte ;o)) – und da wir ja unser Leben und unsere Reisen irgendwie finanzieren müssen… tja … du weißt schon, der schnöde Mammon .. ;o)) (Aber natürlich hab ich noch nicht alle Hoffnung auf eine Veränderung fahren gelassen!)
    Eine schöne neue Woche wünsch‘ ich dir und einen guten Start in den April!
    Alles Liebe, Traude
    ☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼☼

  8. Liebe Christel, seufz, oh wie schön! Das muss ich mir morgen alles nochmal in aller Ruhe ansehen und durchlesen – für den Augenblick will ich dir nur kurz noch ETWAS schreiben, das zu einem deiner zwei lieben Kommentare von heute passt – nämlich: Was glaubst du, wo wir heut am frühen Abend gewesen sind? Richtig, im Kino – um WAS zu sehen? Jawohl, den 100jährigen ;o))) Wir kennen das Buch übrigens auch, es ist allerdings schon ein Weilchen her, dass wir’s gelesen haben, deshalb waren die Unterschiede für uns jetzt nicht sooo augenfällig – außerdem gehen wir bei Romanverfilmungen ohnehin ganz automatisch davon aus, dass der Film einfach ANDERS sein wird, das hilft sehr, ihn zu mögen – und so haben wir uns köstlich amüsiert ;o) Oh, und natürlich – die Elefantenszenen hab ich ganz besonders geliebt. Und Herr und Frau Rostrose haben nun einen neuen „Traum“ im Kopf – mal nach Bali am Strand – und zwar mit einem Elefanten! :o))
    Lass dich lieb drücken und hab eine gute Nacht!
    Alles Liebe, Traude

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